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Internationaler Museumstag - so wars :-)
Alles in Allem wirklich schön und von positiven Erfahrungen geprägt. Die Museumsleitung hat einen wirklich schönen Rahmen geschaffen, das Museumscafe superleckeren Cappuccino und Kuchen "spendiert" und wir wurden toll versorgt. Ein ganz herzliches "Vergelt's Gott" an dieser Stelle.
Wir haben in einem großen Gewölberaum im Erdgeschoss gesponnen, zusammen mit einer wahnsinnig netten Geigenbauerin, deren Visitenkarte ich leider vergessen habe, und dem Holzkunstwerker Axel Kindermann aus Immenstadt. Guckt Euch bitte mal diese superschönen Betten auf seiner Homepage an, und das alles aus Wildholz gebaut.
Wir hatten reichlich Zulauf, wie das wohl viele hier kennen die auch mal öffentlich spinnen. Ein wenig traurig fanden wir, dass fast keiner mehr ein Spinnrad in Aktion kannte, selbst von den älteren Besucher/innen. Selbst etwas selber zu stricken wurde größtenteils als sehr exotisch angesehen, die üblichen "kann man doch billiger kaufen" Sprüche schlugen uns oft entgegen. Da kann man jedoch noch sehr gut mit der fühl- und sichtbaren Qualität überzeugen. Auch das Argument, dass man eben ungern trägt was alle tragen, können sehr viele nachvollziehen. "Mir würde die Zeit fehlen" höre ich auch ganz oft, aber auf meine Frage: "Und wieviel Zeit verbringen Sie vor dem Fernseher?" folgt dann ein kurzes Nachsinnen und die Antwort: "Da haben Sie eigentlich recht, und wie Sie da sitzen kann ich mir vorstellen, dass das sehr entspannend ist."
Weniger schön fanden wir den Vater, der seinen neugierig zusehenden Sohn energisch von unseren Spinnrädern wegzog mit den Worten: "Das ist nichts für uns, das ist Weiberkram". Jürgen, Rene, ihr wisst jetzt - Männer tun sowas nicht.... aber ganz ehrlich, "richtige Männer" seid ihr für mich. Der einzige Besucher, der richtig gut spinnen konnte, und das auch sofort mit der Handspindel nachvollzogen hat, war übrigens ein Mann!
Ganz unschön war ein Familienvater, der unser Tun mit den Worten: "Guck, wenn du nicht brav bist dann musst du so eine Strafarbeit wie die da auch machen, ... " kommentierte. Sehr laut, und mehrfach übrigens. Mich stören weniger die Worte an und für sich, denn ich stehe darüber, denn das, was solche Eltern ihren Kindern an Werten vermitteln.
Wir kamen gestern ziemlich kaputt, denn 8 Stunden ununterbrochenes spinnen und reden strengen sehr an, aber zufrieden nach Hause. Die positiven Eindrücke, neugiergen Kinderaugen, viele nette Fragen, haben bei weitem überwogen und werden uns noch lange begleiten. Wir freuen uns schon auf die angekündigten "Schaftage" im Museum und auf den Museumstag 2012.
Danke an all die neugierigen Besucher, ich würde mich freuen von einigen wieder zu hören, die Museumsleitung und auch an meine Biggi, die mich gestern ja begleitet hat und mit ihrer "Queen" ganz oft im Zentrum der Aufmerksamkeit stand.
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Kommentare zu diesem Beitrag
Hallo,
das ist ja schön,dass es Euch gefallen hat;-)
Was mache ich jetz nur mit Spinnrad,den ganzen Strickutensilien und Wolle und Spinnwolle und.... ;-)
Natürlich weitermachen ;-)
Gruß der René
vom 16.05.2011, 13.30







Bine-Schatz, Du musst jetzt aber hier voll rumjammern wegen der bösen Gesellschaft und so und wie schlecht es Dir geht wegen der falschen Wertevermittlung und überhaupt, wie schlimme und gemein und böse das Leben ist. Also echt!
Du kannst doch nicht auch noch die positiven Seiten sehen, das geht ja wohl gar nicht
Hab Dich dolle lieb *zuBodengnuddels*
Und: Das Leben ist lustig
*Bussi*
vom 16.05.2011, 14.26